erstellt von Bernd Heilmeier

13.01.2018
Pressemitteilung Nominierungsversammlung Stimmkreis 120 Fürstenfeldbruck West u. Landsberg/Lech

 

vorne von links: Jonas Pioch und Georg Stockinger

hinten von links: Michael Piazolo Prof. Dr., Renate Wengenmeier, Hans Friedl, Florian Streibl

am Dienstag dieser Woche fand die Nominierungsveranstaltung der Freien Wähler für den Wahlbezirk 120 Landsberg und Fürstenfeldbruck-West für die Landtags- und Bezirkstagskandidaten statt. Zu der Veranstaltung in Eching am Ammersee fanden sich neben den Mitgliedern der Kreisvereinigung auch der Generalsekretär und Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Michael Piazolo, der parlamentarische Geschäftsführer und Bezirksvorsitzende Florian Streibl ein. Der Kreisvorsitzende Hans Friedl begrüßte die Anwesenden kurz und wies darauf hin, dass er für die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) kämpfen werde, bevor er die Grußworte an Michael Piazolo und Florian übergab. Piazolo brachte als erstes seiner Freude Ausdruck, dass nun Landsberg wieder eine Kreisvereinigung habe und der „weiße Fleck“ nun von der oberbayerischen Karte verschwunden ist. In seiner Rede verdeutlichte er, wie viel die Freien Wähler in den letzten Jahren erreicht haben, von der Abschaffung der Studiengebühren, über die Wiedereinführung des G9 das auf unseren Druck hin geschah und nun gehe es darum die ungerechte Strabs abzuschaffen. Die CSU so Piazolo habe ihn in der letzten Legislaturperiode mehr als enttäuscht. Gab es in früheren Jahren durchaus anerkennenswerte Errungenschaften der CSU, so ging es in den letzten Viereinhalbjahren fast nur um Peronaldebatten. Wird Hadertauer die Nachfolge von Horst Seehofer antreten, oder doch Ilse Aigner, vielleicht kommt zu Guttemberg wieder, wird es Herrmann oder nun zu guter Letzt Markus Söder. Unter diesem unsäglichen Zirkus habe die bayerische Politik schwer gelitten und so wundert es ihn nicht, dass die absolute Mehrheit verloren gehen wird. Ohne Freie Wähler wäre es noch schlimmer geworden, denn viele Anträge der Freien Wähler wurden zeitversetzt von der CSU übernommen, so dass man wirklich sagen kann: „Der Motor der bayerischen Landespolitik sind die Freien Wähler“. Florian Streibl hakte in seiner Rede bei der CSU noch einmal ein und erinnerte daran, wie schnell neue politische Bewegungen entstehen können und wie wichtig es daher ist die Demokratie immer zu verteidigen und zu bewahren. Da er in Bayern viel unterwegs ist hat er, Florian Streibl, ein Bild der Freien Wähler Mitglieder gewonnen welches ihn mit etwas Stolz erfüllt und ihm bestätigt das die Demokratie bei uns im Land ganz tief bei den Bürgerinnen und Bürgern verankert ist. Die Bürger kommen nicht zu uns um Karriere zu machen wie bei den anderen Parteien, so Streibl, sondern weil sie schon ihren Platz im Leben gefunden haben und nun der Gesellschaft etwas zurückgeben möchten. Die Freien Wähler sind deshalb für ihn die reineren Demokraten, die keiner linken oder rechten Ideologie folgen sondern ausschließlich das Ziel Sachpolitik zum Wohle aller Bürger verfolgen. Mit Die beiden Gastreden wurden mit viel Beifall quittiert und bescherten der Versammlung eine ausnehmend gute Stimmung. Als erster Tagesordnungspunkt nahm Hans Fried die Wahl des Versammlungsleiters vor, für den sich Florian Streibl bereit erklärt hatte. Nach Prüfung diverser Formaliätten wurde, ohne Gegenkandidaten, Jonas Pioch (28), Jurist, seit seinem 18 Lebensjahr Stadtratsmitglied in Landsberg in geheimer Wahl einstimmig mit einer Enthaltung zum Direktkandidaten für den Bezirkstag nominiert. In seine Rede wies Pioch darauf hin, wie eng er durch seine eigene Geschichte mit den Themen des Bezirkstages verbunden ist und das es für ihn deshalb kein anderes Ziel gibt als sich mit allen seinen Kräften für die Belange der Bürgerinnen und Bürger einzusetzen. Im Bezirkstag will er sich unter anderem dafür stark machen, dass es künftig im Pflegebereich einen oberbayerischen Standard gibt, unabhängig vom geltenden Bundesrecht. Wie schon der Kandidat für Fürstenfeldbruck Ost, Dr. Michael Schanderl, bedauerte Pioch, dass die Arbeit des Bezirks von den Bürgern zu wenig wahrgenommen und dadurch zu wenig wertgeschätzt wird. Laut Pioch würde es dem Bezirk sehr helfen, wenn er über eine fest definierte Umlage ein kalkulierbares Finanzaufkommen hätte, da er damit vom Tropf der Landesregierung unabhängig werden würde. Ein Thema das er im Falle seiner Wahl gerne durchsetzen möchte. Für die Bezirkstagsliste wurde außerdem Dr. Stefan Weinberger (32), IT-Manager und Vorsitzender der Jungen Freien Wähler Fürstenfeldbruck bestätigt. Für die Wahl in den Landtag wurde ohne Gegenkandidaten Georg Stockinger (57) Unternehmer, ehemaliger Kreisrat und Fürstenfeldbrucker Stadtrat als Direktkandidat einstimmig mit einer Enthaltung nominiert. Er sieht seine Hauptaufgabe in der Verbesserung der Finanzierung der Kommunen. Die hohe Kreisumlage nimmt immer mehr Gemeinden den Handlungsspielraum, für manche reiche es gerade noch die Pflichtaufgaben zu bewältigen. In seiner Rede forderte er kostenfreie Kindergärten und ein nachhaltiges Infrastrukturkonzept für den Verkehr im Münchner Westen und die gesamte Region München. Der tägliche Verkehrsinfarkt ist nicht mehr hinnehmbar, so Stockinger und auch die Straßenausbaubeitragssatzung ist ihm als Unternehmer im Baubereich schon lange ein Dorn im Auge. Sie führt nachgewiesener Maßen zu erheblichen Ungerechtigkeiten. So können Stadt- oder Gemeinderat beschließen wie die Straße auszusehen hat, schöne Radlwege und Pflanzinseln einplanen und der Anlieger muss bezahlen. So kann das nicht weitergehen und deshalb muss die Strabs weg sagt er unter viel Beifall. Als weitere Listenkandidaten für den Landtag wurde die frischgebackene Vorsitzende der Kreisvereinigung Landsberg, Renate Wengenmaier bestätigt, die sich darüber sichtlich freute und sich bei allen Anwesenden für das Vertrauen bedankte.